Brandenburger Polizei beschlagnahmt immer mehr illegale E-Bikes
In Brandenburg häufen sich die Fälle von illegal getunten E-Bikes und E-Scootern. Immer öfter greift die Polizei durch und beschlagnahmt Fahrzeuge, die entweder billig im Netz gekauft oder nachträglich manipuliert wurden. Das Problem: Viele dieser Räder und Roller entsprechen nicht der deutschen Straßenverkehrsordnung – sie sind schlicht nicht zugelassen.
Warum die Polizei so häufig eingreifen muss
Nach Angaben des Zweirad-Industrie-Verbands (ZIV) sind mittlerweile rund 20 Prozent aller verkauften E-Bikes in Deutschland technisch manipuliert. In Brandenburg stieg die Zahl der Besitzer von E-Bikes zuletzt stark an – etwa 26 Prozent der Bevölkerung nutzen inzwischen ein Rad mit Elektroantrieb. Kein Wunder also, dass die Polizei in Städten wie Potsdam immer häufiger auf manipulierte Räder stößt.
Besonders auffällig: Umbauten mit Gasgriffen oder Motorverstärkungen, die Geschwindigkeiten deutlich über 25 km/h ermöglichen. Das Problem: Ohne Betriebserlaubnis und Zulassung werden diese Fahrzeuge zum Risiko – und sind im Straßenverkehr schlicht illegal.
Gefahren für alle Verkehrsteilnehmer
Polizeioberkommissar Marco Stein warnt eindringlich: „Die Gefahr liegt im unkontrollierten Fahren auf Gehwegen, im hohen Verschleiß und in den Gefahrensituationen für schwächere Verkehrsteilnehmer.“ Kommt es zu einem Unfall, springt die Haftpflichtversicherung nicht ein. Für Fahrer bedeutet das: Geldstrafen, Fahrverbote und hohe Schadensersatzforderungen sind möglich.
Was ist erlaubt – und was nicht?
Normale Pedelecs unterstützen nur bis 25 km/h, haben maximal 250 Watt Leistung und benötigen weder Führerschein noch Versicherung. S-Pedelecs mit bis zu 45 km/h hingegen sind Kraftfahrzeuge, brauchen ein Versicherungskennzeichen und dürfen nur mit entsprechender Fahrerlaubnis genutzt werden. Wer hier illegal nachrüstet, riskiert sofort den Verlust des Versicherungsschutzes.
Auch E-Scooter betroffen
Neben E-Bikes geraten auch immer mehr E-Scooter ins Visier der Polizei. In Potsdam stoppte man zuletzt Fahrer mit bis zu 50 km/h – erlaubt sind nur 20 km/h (plus 10 % Toleranz, also 22 km/h). Auch hier gilt: Wer manipuliert, fährt ohne Versicherungsschutz und riskiert im Ernstfall viel mehr als nur ein Bußgeld.
Warum das Thema so brisant ist
Die Unfallzahlen sprechen eine deutliche Sprache: 2024 gab es fast 12.000 Unfälle mit E-Scootern in Deutschland – ein Anstieg von knapp 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Manipulierte Fahrzeuge erhöhen das Risiko noch einmal deutlich. Gleichzeitig zeigt die Entwicklung, dass sich immer mehr Menschen für elektrische Mobilität entscheiden – doch die Regeln hinken hinterher.
Fazit: Mobilität ja, aber legal!
Die Botschaft ist klar: Wer Spaß mit E-Bikes und E-Scootern haben will, sollte die rechtlichen Grenzen kennen – und sich nicht von Billig-Angeboten im Netz locken lassen. Denn Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Wer auf Nummer sicher gehen will, informiert sich vor dem Kauf beim Fachhändler und nutzt legale Modelle.
👉 Tipp: Für News, Hintergründe und Gutscheine rund um E-Scooter und E-Bikes lohnt sich ein Blick hier: ⚡️ NEWS & GUTSCHEINE ⚡️
Wenn du mehr über aktuelle Trends, Tests und Hintergründe erfahren willst, dann schau auch bei uns auf YouTube vorbei:
👉 ScooterheldenLive abonnieren 👈
Und wenn du die Arbeit unterstützen willst: 🔥 Werde jetzt Kanalmitglied! 🔥
