E-Scooter mit 90 km/h: Polizei stoppt getunten Roller in Euskirchen
In Euskirchen kam es zu einer spektakulären Verfolgungsjagd, die erneut zeigt, wie gefährlich E-Scooter-Tuning werden kann. Ein 39-jähriger Mann war mit einem frisierten E-Scooter unterwegs – und das mit unglaublichen 90 Kilometern pro Stunde! Damit war er fast so schnell wie ein Auto, obwohl E-Scooter laut eKFV nur 20 km/h (plus 10 % Toleranz, also real 22 km/h) fahren dürfen.
Als eine Polizeistreife den Fahrer kontrollieren wollte, gab dieser Gas und flüchtete mit hoher Geschwindigkeit durch die Innenstadt. Die Fahrt endete abrupt, als der Mann auf nasser Fahrbahn die Kontrolle verlor, stürzte und anschließend zu Fuß weiterlief. Weit kam er allerdings nicht – ein Polizist konnte ihn kurz darauf stellen.
6.000 Watt Leistung – das Zwölffache des Erlaubten
Wie sich herausstellte, verfügte der getunte E-Scooter über eine Motorleistung von rund 6.000 Watt – das entspricht dem Zwölffachen der in Deutschland zulässigen Leistung. Zudem war der Roller nicht versichert und hatte keine Straßenzulassung. Die Polizei stellte das Fahrzeug sicher und leitete mehrere Strafverfahren ein.
Drogen im Blut und dabei: Strafanzeigen folgen
Ein Drogentest ergab, dass der Fahrer unter dem Einfluss von Amphetaminen und Cannabis stand. Außerdem fanden die Beamten weitere Betäubungsmittel in seiner Kleidung. Der Mann muss sich nun unter anderem wegen der Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen, Fahrens ohne Versicherungsschutz und Drogenbesitz verantworten.
Illegales Tuning bleibt kein Kavaliersdelikt
Der Fall verdeutlicht, dass das Tuning von E-Scootern weitreichende Konsequenzen haben kann. Sobald Leistung, Geschwindigkeit oder Software verändert werden, erlischt die Betriebserlaubnis. Damit ist der Roller rechtlich gesehen kein Elektrokleinstfahrzeug mehr, sondern ein Kraftfahrzeug – mit allen rechtlichen Folgen: Führerscheinpflicht, Versicherungspflicht und mögliche Strafanzeigen.
Viele unterschätzen, dass bereits kleine Änderungen, etwa das Entfernen von Drosseln oder das Nutzen von Tuning-Apps, juristisch als Eingriff in die Betriebserlaubnis gelten. Wird man dabei erwischt, drohen Bußgelder, Punkte in Flensburg und sogar Strafverfahren.
Fazit: Grenzen kennen, Sicherheit geht vor
Auch wenn es technisch möglich ist, E-Scooter auf über 80 km/h zu bringen, gehört das nicht auf die Straße. Solche Fahrzeuge sind weder für diese Geschwindigkeiten ausgelegt, noch bieten sie den nötigen Schutz für Fahrer oder andere Verkehrsteilnehmer. Wer dennoch tunen will, sollte sich der Risiken bewusst sein – rechtlich wie auch gesundheitlich.
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