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Volkswagen in der Krise: Gewinne brechen ein, 50.000 Jobs vor dem Aus – steckt die deutsche Energiewende dahinter?
Wenn man sich die aktuellen Zahlen von Volkswagen ansieht, wird schnell klar: Hier geht es längst nicht mehr nur um eine schwächere Bilanz eines einzelnen Konzerns. Der dramatische Gewinneinbruch beim größten europäischen Autobauer ist ein Signal für eine viel größere Entwicklung – eine Entwicklung, die eng mit der Energiewende, steigenden Energiepreisen, geopolitischen Konflikten und der Transformation zur Elektromobilität zusammenhängt.
Als jemand, der sich seit vielen Jahren intensiv mit Elektromobilität beschäftigt und täglich Fahrzeuge testet – vom E-Scooter bis zum E-Motorrad – beobachte ich diese Entwicklung mit gemischten Gefühlen. Einerseits erleben wir gerade einen enormen technologischen Fortschritt. Andererseits geraten traditionelle Industrien immer stärker unter Druck.
Volkswagen steht dabei sinnbildlich für diese Transformation.
Der Konzern hat für das Geschäftsjahr 2025 einen massiven Gewinneinbruch gemeldet. Der Nettogewinn sank um ganze 44 Prozent auf nur noch 6,9 Milliarden Euro. Das ist das schwächste Ergebnis seit der Dieselkrise im Jahr 2016. Gleichzeitig kündigte der Konzern an, bis zum Jahr 2030 rund 50.000 Stellen in Deutschland abzubauen.
Eine Zahl, die erst einmal sacken muss.
Denn Volkswagen ist nicht irgendein Unternehmen. Der Konzern ist einer der wichtigsten Arbeitgeber Europas und ein zentraler Pfeiler der deutschen Industrie.
Wenn ein Unternehmen dieser Größenordnung plötzlich zehntausende Stellen streichen will, dann hat das Auswirkungen weit über Wolfsburg hinaus.
Stabiler Umsatz, aber sinkende Profitabilität
Interessant ist dabei ein Detail, das in vielen Schlagzeilen fast untergeht. Der Umsatz von Volkswagen ist nämlich gar nicht dramatisch eingebrochen. Mit rund 322 Milliarden Euro blieb er nahezu stabil und sank lediglich um 0,8 Prozent.
Das bedeutet: Volkswagen verkauft weiterhin Millionen Fahrzeuge.
Weltweit setzte der Konzern im vergangenen Jahr knapp neun Millionen Autos ab. In Europa und Südamerika stiegen die Verkaufszahlen sogar leicht. Gleichzeitig gab es jedoch Rückgänge in Nordamerika und China.
Das eigentliche Problem liegt also nicht beim Absatz.
Das Problem liegt bei der Profitabilität.
Die operative Rendite des Konzerns liegt aktuell bei nur noch 4,6 Prozent. Für einen globalen Industriekonzern ist das ein sehr niedriger Wert. Finanzchef Arno Antlitz machte deshalb deutlich, dass diese Rendite langfristig nicht ausreichen wird.
Der Grund dafür ist komplex, lässt sich aber im Kern auf drei Faktoren zurückführen:
die Transformation zur Elektromobilität
steigende Produktionskosten
geopolitische Belastungen
Und genau hier wird es spannend.
Elektromobilität wächst – aber kostet Milliarden
Die Transformation zur Elektromobilität ist aktuell der größte Kostenfaktor der gesamten Branche.
Volkswagen investiert Milliarden in neue Plattformen, Batteriefabriken, Softwareentwicklung und Produktionsanlagen. Gleichzeitig steigen die Verkaufszahlen von Elektroautos deutlich.
Im Jahr 2025 legte der Absatz vollelektrischer Fahrzeuge um beeindruckende 55 Prozent zu.
Doch Elektroautos haben noch immer ein Problem: Sie sind für die Hersteller deutlich weniger profitabel als klassische Verbrenner.
Batterien sind teuer.
Neue Softwarearchitekturen kosten Milliarden.
Die Produktionsprozesse müssen komplett umgebaut werden.
Hinzu kommt, dass viele Hersteller gleichzeitig zwei Welten finanzieren müssen: die bestehende Verbrennerproduktion und den Aufbau der Elektromobilität.
Diese Parallelstruktur verschlingt enorme Summen.
Der Wandel der Automobilindustrie ist deshalb wahrscheinlich die teuerste Transformation, die diese Branche jemals erlebt hat.
Porsche als überraschender Krisenfaktor
Besonders überraschend ist die Entwicklung bei Porsche.
Die Sportwagenmarke galt lange als Profitmaschine innerhalb des Volkswagen-Konzerns. Doch im Jahr 2025 brach das operative Ergebnis von über fünf Milliarden Euro auf nur noch rund 90 Millionen Euro ein.
Das ist ein dramatischer Rückgang.
Die Gründe sind vielfältig: schwache Nachfrage in China, geopolitische Unsicherheiten, steigende Kosten und die Umstellung auf neue elektrische Modellplattformen.
Gerade China ist für deutsche Premiumhersteller ein extrem wichtiger Markt. Doch genau dort wächst die Konkurrenz mittlerweile schneller als je zuvor.
China wird zur größten Herausforderung
China hat sich in den letzten Jahren von einem Absatzmarkt zu einem ernsthaften Wettbewerber entwickelt.
Marken wie BYD, Nio, XPeng oder Geely entwickeln mittlerweile hochmoderne Elektroautos – und das oft zu deutlich niedrigeren Preisen als europäische Hersteller.
Während Volkswagen dort früher dominierte, verliert der Konzern zunehmend Marktanteile.
Der Absatz in China ging zuletzt um rund sechs Prozent zurück.
Das klingt zunächst nach wenig, ist aber für einen Markt dieser Größe enorm.
Denn China ist der größte Automarkt der Welt.
Wer dort verliert, verliert global.
Energiepreise als strukturelles Problem
Neben der technologischen Transformation kommt ein weiterer Faktor hinzu, der in Deutschland immer stärker diskutiert wird: die Energiepreise.
Deutschland gehört inzwischen zu den Ländern mit den höchsten Industriestrompreisen weltweit.
Für energieintensive Industrien ist das ein massiver Standortnachteil.
Die Automobilindustrie benötigt enorme Mengen Energie – besonders bei der Batterieproduktion, der Aluminiumverarbeitung oder der Stahlherstellung.
Wenn Energie teuer ist, steigen automatisch auch die Produktionskosten.
Das führt dazu, dass Hersteller zunehmend überlegen, neue Fabriken eher in Ländern mit günstigeren Energiekosten zu bauen.
Die USA locken Unternehmen beispielsweise mit massiven Subventionen durch den sogenannten Inflation Reduction Act.
China investiert ebenfalls Milliarden in die Förderung von Elektromobilität und Batterieproduktion.
Europa hingegen wirkt in vielen Bereichen langsamer und bürokratischer.
Die Rolle der Energiewende
Die Energiewende ist aus klimapolitischer Sicht notwendig. Doch sie verändert gleichzeitig die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für viele Industrien.
Wenn Strompreise steigen, CO₂-Abgaben zunehmen und gleichzeitig neue Technologien finanziert werden müssen, geraten Unternehmen zwangsläufig unter Druck.
Die Politik steht deshalb vor einer schwierigen Balance.
Einerseits müssen Klimaziele erreicht werden.
Andererseits darf die industrielle Basis Europas nicht verloren gehen.
Gerade die Automobilindustrie ist dabei ein entscheidender Faktor. Sie beschäftigt direkt und indirekt mehrere Millionen Menschen in Europa.
Ein massiver Strukturbruch hätte deshalb weitreichende Folgen für den Arbeitsmarkt.
Weniger Arbeitsplätze durch Elektromobilität
Ein weiterer Aspekt wird häufig unterschätzt: Elektroautos benötigen deutlich weniger Komponenten als Verbrenner.
Ein klassischer Verbrennungsmotor besteht aus hunderten beweglichen Teilen.
Ein Elektromotor hingegen ist wesentlich einfacher aufgebaut.
Das bedeutet automatisch weniger Fertigungsschritte und weniger Zulieferteile.
Viele Arbeitsplätze entlang der bisherigen Wertschöpfungskette werden langfristig verschwinden.
Dieser Effekt ist strukturell.
Er lässt sich nicht vollständig verhindern – nur gestalten.
Förderung für Elektroautos bleibt entscheidend
Ein wichtiger Hebel für die Zukunft der Elektromobilität ist die staatliche Förderung.
Deutschland hatte jahrelang Kaufprämien für Elektroautos angeboten. Doch Ende 2023 wurde die Förderung abrupt gestrichen.
Der Markt reagierte darauf sofort mit einem deutlichen Rückgang der Nachfrage.
Viele potenzielle Käufer verschoben ihre Entscheidung.
Andere warteten auf neue Förderprogramme.
Für Hersteller wie Volkswagen bedeutet das eine enorme Unsicherheit bei der Produktionsplanung.
Andere Länder zeigen, dass langfristige Förderstrategien funktionieren können.
Norwegen ist das bekannteste Beispiel.
Dort liegt der Anteil von Elektroautos bei über 80 Prozent aller Neuwagen.
Der Unterschied liegt in der Planbarkeit.
Stabile Rahmenbedingungen schaffen Vertrauen – sowohl für Käufer als auch für Hersteller.
Ein Wendepunkt für die deutsche Industrie
Der Gewinneinbruch bei Volkswagen ist deshalb mehr als nur eine schlechte Bilanz.
Er zeigt, dass sich die deutsche Industrie mitten in einem historischen Wandel befindet.
Technologische Transformation, geopolitische Konflikte, Energiepreise und neue Wettbewerber verändern die Spielregeln der globalen Automobilindustrie.
Volkswagen steht dabei stellvertretend für eine ganze Branche.
Die kommenden Jahre werden entscheiden, ob Deutschland weiterhin eine führende Rolle in der Automobilindustrie spielen wird.
Oder ob sich die wirtschaftlichen Machtverhältnisse langfristig verschieben.
Mein persönlicher Blick auf die Entwicklung
Wenn ich mir diese Entwicklung anschaue, stelle ich mir oft eine einfache Frage:
Hat Deutschland die Geschwindigkeit dieser Transformation unterschätzt?
Während in China ganze Elektromobilitäts-Ökosysteme entstehen und die USA massive Subventionen bereitstellen, diskutiert Europa häufig über Details.
Dabei ist klar: Die Mobilität der Zukunft wird elektrisch sein.
Die Frage ist nur, wer sie baut.
Für mich als jemand, der seit über einem Jahrzehnt Fahrzeuge aus der Elektromobilität testet, ist eines sicher:
Die Technologie funktioniert.
Sie entwickelt sich rasant weiter.
Doch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen entscheiden letztlich darüber, wo diese Technologie produziert wird.
Fazit: Volkswagen als Warnsignal
Der Gewinneinbruch bei Volkswagen ist kein isoliertes Ereignis.
Er ist ein Warnsignal.
Ein Warnsignal dafür, dass die Transformation der Industrie enorme Herausforderungen mit sich bringt.
Die Elektromobilität wächst – doch sie muss wirtschaftlich tragfähig werden.
Die Energiewende ist notwendig – doch sie muss industriepolitisch begleitet werden.
Und die Politik muss Rahmenbedingungen schaffen, die Innovation ermöglichen, statt sie auszubremsen.
Denn eines ist klar:
Die Mobilität der Zukunft entsteht gerade.
Die Frage ist nur noch, ob sie weiterhin auch in Deutschland gebaut wird.
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