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    Home»Aktuelles und Trends»NOKOMAGMA Test in Berlin: So gut ist das E-Gravelbike wirklich
    Aktuelles und Trends

    NOKOMAGMA Test in Berlin: So gut ist das E-Gravelbike wirklich

    30. März 2026Keine Kommentare
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    NOKOMAGMA Test in Berlin: So gut ist das italienische E-Gravelbike wirklich
    NOKOBIKE NOKOMAGMA Review: Lohnt sich das leichte Carbon E-Gravelbike?NOKOBIKE NOKOMAGMA Review: Lohnt sich das leichte Carbon E-Gravelbike?
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    NOKOMAGMA aus Italien im Test: Was kann dieses ultraleichte E-Gravelbike wirklich?

    Ich mag Bikes, die nicht schon auf den ersten Blick alles herausschreien und dann auf den zweiten Blick doch mehr zu bieten haben als der übliche Marketing-Einheitsbrei. Genau so ein Kandidat ist das NOKOMAGMA aus Italien. Wir haben das Bike in Berlin getestet, und ich sage direkt: Das ist kein gewöhnliches E-Bike, das man einfach in irgendeine Schublade steckt.

    Denn das NOKOMAGMA will gar kein klassisches City-E-Bike sein. Es will auch kein bequemes Trekkingrad für alles und jeden sein. Es ist ein leichtes, sportliches E-Gravelbike mit klarer Linie, viel Carbon, italienischem Designanspruch und einem Auftritt, der eher nach Understatement als nach lautem Elektromotor schreit. Offiziell positioniert NOKOBIKE das Modell als Full-Carbon-Gravel-E-Bike mit FSA-Hubmotor, 250-Wh-Akku, bis zu 100 Kilometern Reichweite, fünf Unterstützungsstufen und einem Gewicht ab rund 13 Kilogramm; in anderen Unternehmensangaben und Award-Beschreibungen ist sogar von 12,8 Kilogramm die Rede. Außerdem betont der Hersteller die Fertigung in Italien, die freie Europa-Lieferung, 20 Tage Rückgaberecht sowie eine Garantie von zwei Jahren auf Komponenten und fünf Jahren auf Rahmen und Gabel.

    Und genau da wird es spannend. Denn leicht sind viele Bikes auf dem Papier. Schnell erzählt ist auch viel. Aber wie fährt sich so ein Konzept in der Praxis? Wie alltagstauglich ist ein E-Gravelbike, das so stark auf Leichtbau setzt? Und ist das Ganze wirklich mehr als nur eine hübsche italienische Designübung?

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    Der erste Eindruck: elegant, leicht, anders

    Schon beim ersten Kontakt merkt man, dass das NOKOMAGMA aus einer anderen Ecke kommt als viele typische E-Bikes, die wir sonst so sehen. Kein klobiger Unterrohr-Klotz, kein übertrieben massiver Rahmen, keine Optik nach “Hauptsache Motor rein und Akku verstecken”. Stattdessen wirkt das Bike sehr aufgeräumt, fast filigran, aber eben nicht zerbrechlich. Es hat diese sportliche Gravel-Sprache, die viele feiern: schmale, klare Linien, reduziertes Cockpit, race-orientierte Anmutung.

    Laut Hersteller setzt NOKOBIKE beim NOKOMAGMA auf einen Full-Carbon-Rahmen, hydraulische Scheibenbremsen, einen FSA HM 1.0 Hub-Motor mit 250 Watt, eine Shimano-GRX-S800-1×11-Schaltung sowie Vision Team 30 DB Laufräder in der Basis. Dazu kommt ein im Unterrohr integrierter Samsung-Akku mit 250 Wh. Optional ist ein Range Extender vorgesehen, mit dem laut Hersteller 180 bis 200 Kilometer möglich sein sollen. Das ist technisch gesehen ein sehr klarer Ansatz: wenig Gewicht, dezente Unterstützung, sportliche Charakteristik statt brachialem Schub.

    Und genau das gefällt mir erstmal. Nicht, weil ich jedes Minimalismus-Konzept automatisch abfeiere, sondern weil es eine ehrliche Richtung ist. Das NOKOMAGMA versucht nicht, ein SUV auf zwei Rädern zu sein. Es versucht, ein sportliches E-Gravelbike zu sein, das sich möglichst wenig nach E-Bike anfühlt.

    Made in Italy: echter Mehrwert oder nur Etikett?

    “Made in Italy” klingt natürlich erstmal gut. Das weckt Bilder von Stil, Handwerk, Leidenschaft und einem gewissen Anspruch an Form und Detail. NOKOBIKE selbst spielt diese Karte auch klar aus und bezeichnet die Räder als vollständig in Italien entwickelt und gebaut. Auf der Website ist von italienischer Ingenieurskunst, Handwerkstradition und Design die Rede, außerdem von einer 4.000 Quadratmeter großen Produktionsstätte.

    Aber ich finde, gerade bei solchen Aussagen muss man sauber bleiben. “Made in Italy” allein macht noch kein gutes Bike. Es macht noch keine perfekte Qualitätskontrolle. Es macht noch keinen besseren Service in Deutschland. Und es macht vor allem noch keinen günstigeren Unterhalt oder eine bessere Teileversorgung.

    Was es aber macht: Es setzt einen Anspruch. Wer so auf Herkunft, Engineering und Design verweist, muss sich daran messen lassen. Und genau deshalb schaue ich bei so einem Rad noch kritischer hin. Denn dann geht es nicht mehr nur um technische Eckdaten, sondern auch um die Frage, ob das Gesamtpaket diesen Premiumanspruch wirklich trägt.

    Was das NOKOMAGMA besonders macht

    Der größte Reiz dieses Bikes liegt für mich nicht in einem einzelnen Feature, sondern in der Kombination. Leichtbau, Carbon, Gravel-Fokus, kompakter Motor, dezente Systemintegration. Das alles zusammen ergibt ein Rad, das sich bewusst gegen den Mainstream im E-Bike-Markt stellt.

    Der FSA-Hubmotor soll laut Cyclingworld-Beschreibung 42 Nm Drehmoment liefern und über einen integrierten Drehmomentsensor eine progressive, natürliche Unterstützung ermöglichen. Genau das ist für so ein Konzept entscheidend. Wenn ein leichtes E-Gravelbike bei jeder Kurbelbewegung künstlich anschiebt oder sich vom Fahrgefühl her synthetisch anfühlt, ist die ganze Idee eigentlich kaputt. Die Stärke solcher Konzepte ist ja gerade, dass man sich dem klassischen Fahrradgefühl annähert, nur eben mit smarter Rückenwind-Unterstützung.

    Dazu kommen die fünf Unterstützungsstufen und die Ein-Knopf-Bedienung. Das kann man als angenehm schlicht sehen. Man kann aber auch kritisch fragen: Reicht das wirklich jedem? Wer aus der Welt der voll ausgestatteten E-Bikes mit großem Display, App-Spielereien und zig Datenfeldern kommt, wird hier bewusst auf Diät gesetzt. Ich persönlich finde das bei einem sportlichen Bike eher konsequent als problematisch. Wer ein puristisches E-Gravelbike will, sollte auch mit etwas weniger Digital-Kirmes klarkommen.

    Unser Test in Berlin: wo das Konzept überzeugt

    Berlin ist für so ein Bike ehrlich gesagt ziemlich spannend. Nicht, weil Berlin das ultimative Gravel-Paradies wäre, sondern gerade weil die Stadt so viele unterschiedliche Untergründe zusammenwürfelt. Asphalt, Kopfsteinpflaster, Radwege mit Rissen, Kanalplatten, schlechte Kanten, Parks, Schotterabschnitte, urbane Mischflächen. Wenn ein Bike hier nicht nervt, hat es schon einiges richtig gemacht.

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    Was mir beim Test direkt positiv aufgefallen ist: Das NOKOMAGMA fühlt sich nicht nach “schwerem E-Bike mit sportlichem Lenker” an, sondern tatsächlich nach leichtem Rad. Dieser Unterschied ist nicht klein, sondern riesig. Wer öfter schwere E-Bikes fährt, merkt das sofort. Beim Beschleunigen, beim Umsetzen, beim Kurvenfahren, beim Rangieren, beim Anheben – überall.

    Und genau das ist der Punkt, den viele unterschätzen. Leichtbau ist nicht nur etwas für die Waage oder fürs Prospekt. Leichtbau verändert das komplette Fahrerlebnis. Ein Rad, das um die 13 Kilogramm wiegt, fährt sich schlicht lebendiger, direkter und natürlicher als vieles, was sonst im E-Bike-Segment unterwegs ist. Dass NOKOBIKE auf der Produktseite “from 13 kg” nennt und in anderen Kommunikationskanälen von 12,8 kg spricht, zeigt zumindest: Das Gewicht ist kein Nebenaspekt, sondern eines der zentralen Verkaufsargumente.

    Fahrgefühl: genau hier entscheidet sich alles

    Und jetzt zum wichtigsten Punkt: Wie fährt es sich?

    Mein Eindruck ist ziemlich klar. Das NOKOMAGMA lebt nicht von brachialer Power, sondern von seiner Leichtigkeit und seiner sauberen, sportlichen Charakteristik. Das ist kein Bike, das dich mit Gewalt über alles drüberprügelt. Es will, dass du selbst fährst. Es will, dass du mitarbeitest. Und genau deshalb ist es auch nicht für jeden automatisch die richtige Wahl.

    Wer ein E-Bike sucht, das möglichst viel Arbeit abnimmt, eine bequeme, aufrechte Sitzposition bietet und eher Sofa als Sportgerät ist, dürfte hier eher falsch sein. Wer aber ein agiles, schnelles, sportliches und optisch sehr feines E-Gravelbike sucht, das sich deutlich näher an einem klassischen Rad orientiert, versteht das Konzept sofort.

    Ich persönlich mag solche Bikes, weil sie nicht bevormunden. Sie fahren nicht für dich. Sie unterstützen dich. Das ist ein Unterschied.

    Der Motor: angenehm dezent statt aufdringlich

    Der FSA HM 1.0 ist auf dem Papier kein Monster. 250 Watt, 42 Nm, Hinterradnabenmotor. Wer nur nackte Zahlen vergleicht, sagt vielleicht sofort: “Zu wenig.” Aber genau da muss man aufpassen. Bei einem ultraleichten E-Gravelbike ist mehr nicht automatisch besser.

    Ein stärkerer Motor, ein größerer Akku und noch mehr Systemleistung hätten das Bike womöglich schwerer, unruhiger und konzeptionell beliebiger gemacht. So bleibt es in seiner Linie sauber. Laut Hersteller und Award-Beschreibung ist der Antrieb auf sanfte, progressive Unterstützung ausgelegt. Und genau das ist für mich der richtige Weg.

    Trotzdem darf man die Frage stellen: Reicht das wirklich immer? In der Stadt, auf längeren Touren, bei moderaten Anstiegen und sportlicher Fahrweise sehe ich das Konzept als schlüssig. Wer jedoch permanent extreme Steigungen, viel Gepäck oder eine sehr komfortorientierte Erwartungshaltung hat, wird sich womöglich etwas anderes wünschen. Nicht, weil das NOKOMAGMA schlecht wäre, sondern weil es bewusst nicht alles abdecken will.

    Reichweite: auf dem Papier stark, in der Praxis differenziert betrachten

    NOKOBIKE spricht von bis zu 100 Kilometern Reichweite mit einer Ladung und 180 bis 200 Kilometern mit Range Extender. Geladen werden soll der Akku in etwa vier Stunden. Verwendet wird laut Hersteller eine integrierte Samsung-250-Wh-Batterie, ergänzt optional um weitere 250 Wh beim Range Extender.

    Das klingt erstmal stark, gerade wenn man den kleinen Akku sieht. Aber hier gilt wie so oft: Reichweite ist immer eine Frage des Kontexts. Unterstützungsstufe, Fahrstil, Gewicht, Wind, Temperatur, Untergrund und Höhenprofil spielen massiv rein. Wer ein leichtes Bike mit effizientem System und aktiver eigener Tretleistung fährt, kann mit 250 Wh erstaunlich weit kommen. Wer aber denkt, er bekomme die Reichweite quasi geschenkt, wird die Realität vielleicht anders erleben.

    Ich finde diese Zahlen nicht unseriös, aber man sollte sie realistisch lesen. “Bis zu” ist eben nicht “immer”. Für mich ist entscheidender, dass das Bike grundsätzlich effizient erscheint und mit dem optionalen Range Extender eine interessante Langstrecken-Option bietet. Das passt wieder gut zur DNA des Rads.

    Schaltung und Komponenten: sportlich und passend gewählt

    Mit Shimano GRX S800 1×11 setzt NOKOBIKE beim NOKOMAGMA auf eine Gruppe, die klar zum Gravel-Thema passt. Das wirkt durchdacht und nicht billig zusammengestellt. Auch hydraulische Scheibenbremsen sind in dieser Klasse selbstverständlich, aber trotzdem wichtig, weil genau dort nicht gespart werden darf. Vision Team 30 DB Laufräder in Aluminium gehören laut Produktseite zur Basis, alternativ sind Metron-40-Carbon-Laufräder auswählbar. Ebenso kann zwischen Shimano GRX und SRAM Apex gewählt werden.

    Das ist für mich ein guter Punkt, weil man merkt: Hier wurde nicht nur ein Rahmen gebaut und dann irgendwas drangeschraubt. Die Ausstattung wirkt grundsätzlich passend zum Konzept. Gerade im Gravel-Bereich ist das wichtig, weil das Rad nur dann glaubwürdig ist, wenn Rahmen, Geometrie, Laufräder, Schaltung und Motorcharakter harmonieren.

    Wo ich kritisch bleibe

    So viel Lob für das Konzept – aber ich will auch klar sagen, wo ich kritisch bleibe.

    Erstens: Service und Präsenz. Ein tolles Produkt ist nur die halbe Miete. Die andere Hälfte ist das, was nach dem Kauf passiert. NOKOBIKE hat zwar Europa-Versand, Supportversprechen, Video-Call-Beratung und eine Berliner Präsenz im Centro Italia kommuniziert. Das ist ein Anfang, aber kein flächendeckendes Servicenetz. Wer ein solches Bike kauft, sollte sich vorher ehrlich fragen, wie Reparaturen, Ersatzteile, Garantieabwicklung und Kommunikation im Alltag funktionieren. Gerade bei kleineren oder spezielleren Marken ist das kein Nebenthema.

    Zweitens: Das Konzept ist nicht für jedermann. Manche werden das Bike feiern, andere werden nach zehn Minuten sagen: “Zu sportlich, zu speziell, zu wenig E-Bike-Gefühl.” Und ganz ehrlich? Das ist okay. Nicht jedes Rad muss jedem gefallen. Aber genau deshalb würde ich das NOKOMAGMA nie als universellen Geheimtipp für alle verkaufen.

    Drittens: Die Erwartungshaltung. Wenn man “leichtestes E-Bike”, “Made in Italy”, Carbon, Design und Performance hört, entsteht schnell ein sehr hohes Kopfkino. Dann muss das Produkt auch in vielen kleinen Details überzeugen. Nicht nur beim Fahren, sondern bei Verarbeitung, Geräuschen, Integration, Haptik und Gesamtanmutung.

    Für wen das NOKOMAGMA wirklich interessant ist

    Ich sehe drei Zielgruppen besonders klar.

    Erstens: sportliche Fahrerinnen und Fahrer, die ein E-Bike suchen, das nicht nach E-Bike aussieht und sich nicht wie ein klassischer Komfort-Cruiser fährt.

    Zweitens: Menschen, die ein leichtes, hochwertig wirkendes Rad für schnelle urbane Wege plus Wochenendausflüge wollen und keine Lust auf schwerfällige 25-Kilo-Systeme haben.

    Drittens: alle, die Design, Herkunft und Konzept wirklich wertschätzen und nicht nur stumpf Reichweite-pro-Euro vergleichen.

    Wer dagegen möglichst viel Motorleistung, maximalen Komfort, üppige Alltagsausstattung und breite Zugänglichkeit sucht, sollte eher in anderen Kategorien schauen. Denn sonst verurteilt man das NOKOMAGMA für etwas, das es nie sein wollte.

    Alltagstauglichkeit: ja, aber auf seine Weise

    Das NOKOMAGMA ist alltagstauglich – aber eben nicht in der klassischen Trekkingbike-Definition. Auf der Produktseite steht sogar ausdrücklich, dass kein Kickstand enthalten ist. Das klingt banal, sagt aber viel über die Philosophie des Bikes. Hier geht es nicht primär um Vollausstattung für jeden Zweck, sondern um sportliche Reduktion.

    Kann man damit pendeln? Natürlich. Kann man damit längere Strecken fahren? Ebenfalls ja. Kann man damit Spaß auf gemischtem Untergrund haben? Genau dafür ist es gedacht.

    Aber man sollte sich eben bewusst sein: Das ist kein Lastesel, kein Rentner-Sessel und kein maximal bequemes City-Schiff. Wer diesen Unterschied versteht, wird das Rad viel eher zu schätzen wissen.

    Berlin-Test: Warum so ein Bike in der Stadt sogar Sinn ergibt

    Viele denken bei Gravel immer nur an Waldwege, Schotterpisten und Instagram-Romantik mit Espresso-Becher und Staubfilm. In Wahrheit können solche Bikes gerade in Städten ziemlich viel Sinn ergeben. Warum? Weil sie agil sind, schnell beschleunigen, schlechte Wege besser wegstecken als reine Rennräder und trotzdem effizienter wirken als viele breite Komfort-E-Bikes.

    In Berlin ist das Gold wert. Nicht jede Strecke ist schön, nicht jeder Radweg ist glatt, und nicht jede Situation verlangt nach einem trägen Schwergewicht. Das NOKOMAGMA spielt genau dort seine Stärke aus: Es wirkt leichtfüßig, direkt und lebendig.

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    Und das ist für mich einer der größten Pluspunkte. Dieses Bike lädt eher dazu ein, freiwillig zu fahren, statt nur transportiert zu werden. Das klingt erstmal pathetisch, ist aber in Wahrheit ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Ein gutes Bike macht Lust auf Strecke.

    Ist das NOKOMAGMA sein Geld und seine Aufmerksamkeit wert?

    Diese Frage muss man natürlich immer mit dem individuellen Anspruch beantworten. Aber aus meiner Sicht hat das NOKOMAGMA definitiv Aufmerksamkeit verdient, weil es sich klar vom Mainstream absetzt. Es ist kein gesichtsloses Produkt. Es hat eine Identität. Es hat ein Konzept. Und es hat eine klare Vorstellung davon, was es sein will.

    Das heißt nicht, dass alles automatisch perfekt ist. Ich würde mir gerade bei besonderen Marken immer wünschen, dass Service, Transparenz und reale Erreichbarkeit genauso überzeugend sind wie das Marketing. Ich bleibe da skeptisch, weil genau diese Punkte später im Alltag oft entscheidender sind als ein schönes Datenblatt.

    Trotzdem: Das NOKOMAGMA hat Charakter. Und Charakter ist im heutigen E-Bike-Markt längst nicht selbstverständlich.

    Mein Fazit zum NOKOMAGMA aus Italien

    Nach unserem Test in Berlin bleibt bei mir ein ziemlich klarer Eindruck hängen: Das NOKOMAGMA ist ein spannendes, eigenständiges und ungewöhnlich leichtes E-Gravelbike, das vor allem durch seine Harmonie aus Gewicht, Optik, Fahrgefühl und Konzept punktet. Offiziell bringt es je nach Quelle rund 12,8 bis 13 Kilogramm auf die Waage, setzt auf Full Carbon, einen kompakten FSA-Hubmotor, 250 Wh Akku, optionale Zusatzbatterie und sportliche Gravel-Komponenten. Das alles ergibt ein Paket, das bewusst nicht massentauglich geschniegelt wurde, sondern eine klare sportliche Richtung verfolgt.

    Und genau das mag ich daran.

    Es ist kein Bike für Leute, die möglichst wenig selbst machen wollen. Es ist kein Rad für jeden Einsatzzweck. Und es ist auch kein Produkt, das man nur über schicke Italien-Romantik kaufen sollte.

    Aber wenn du ein leichtes E-Gravelbike suchst, das sich deutlich echter und freier anfühlt als viele klassische E-Bikes, dann gehört das NOKOMAGMA definitiv auf deine Liste. Nicht blind. Nicht unkritisch. Aber mit echtem Interesse.

    Denn am Ende geht es nicht nur darum, ob ein Bike auf dem Papier stark aussieht. Es geht darum, ob es beim Fahren etwas in dir auslöst. Und genau das hat das NOKOMAGMA bei unserem Test in Berlin geschafft.

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