Softwarefehler mit ernsten Folgen: Decathlon ruft E-Bikes wegen rückwärts drehender Pedale zurück
Manche Rückrufe liest man zweimal, weil sie erst einmal absurd klingen. Dieser hier gehört dazu – ist aber alles andere als harmlos. Decathlon ruft aktuell bestimmte E-Bikes der Eigenmarken BTWIN und Rockrider zurück. Der Grund: Ein Softwarefehler kann dazu führen, dass sich die Pedale plötzlich rückwärts drehen. Und zwar nicht im Stand, sondern während der Nutzung.
Was nach einem kuriosen Bug klingt, kann im Alltag schnell gefährlich werden. Denn eine unerwartete Bewegung an den Pedalen kann das Gleichgewicht massiv stören – beim Fahren ebenso wie beim Schieben des Rads.
Was genau ist passiert?
Betroffen ist die Motorsteuerungssoftware in der Version 8.2. Laut Decathlon kann dieser Softwarestand dazu führen, dass sich die Pedale unkontrolliert rückwärts bewegen. Das kann zu Verletzungen an Füßen oder Beinen führen – oder im schlimmsten Fall zu einem Sturz, wenn Fahrerinnen und Fahrer überrascht reagieren.
Gerade bei Pedelecs, die oft von Alltagsfahrern, Pendlern oder auch älteren Menschen genutzt werden, ist so ein Verhalten nicht nur irritierend, sondern potenziell gefährlich.
Diese E-Bikes sind betroffen
Der Rückruf betrifft ausschließlich Pedelecs, die zwischen dem 1. April 2025 und dem 1. Dezember 2025 verkauft wurden und mit der Softwareversion 8.2 laufen.
Rockrider Modelle:
4724119 – E-ACTV 900 HF Sandfarben – L
4724120 – E-ACTV 900 HF Sandfarben – M
4724121 – E-ACTV 900 HF Sandfarben – XL
4603059 – E-ACTV 900 LF Grün – L
4603058 – E-ACTV 900 LF Grün – M
4603057 – E-ACTV 900 LF Grün – S
4603056 – E-ACTV 900 LF Silbergrau – L
4603055 – E-ACTV 900 LF Silbergrau – M
4603054 – E-ACTV 900 LF Silbergrau – S
BTWIN Modelle:
5393864 – E-LD 940 LF – L/XL
5393865 – E-LD 940 LF – S/M
4429399 – E-LD 920 MF – M
4429398 – E-LD 920 MF – S
4855832 – E-LD 920 MF – L
Warum man das Problem nicht unterschätzen sollte
Softwarefehler bei E-Bikes sind längst kein Randthema mehr. Moderne Pedelecs sind rollende Computersysteme – Motorsteuerung, Sensorik und Software greifen permanent ineinander. Wenn hier etwas schiefläuft, ist das kein Komfortproblem, sondern ein Sicherheitsrisiko.
Gerade das rückwärtige Drehen der Pedale widerspricht jeder Erwartungshaltung. Wer in einer Kurve, an der Ampel oder beim Absteigen plötzlich eine Bewegung am Antrieb spürt, reagiert instinktiv – und genau das kann gefährlich werden.
Was Betroffene jetzt tun sollten
Decathlon fordert alle Besitzer der betroffenen E-Bikes ausdrücklich auf, die Räder nicht weiter zu nutzen, bis ein Software-Update durchgeführt wurde.
Das Update kann laut Hersteller kostenlos in jedem Decathlon Service Point aufgespielt werden. Ob ein eigenes Bike betroffen ist, lässt sich über das Decathlon-Portal prüfen. Dort gibt es auch weitere Informationen zum Ablauf.
Einordnung: Ein Weckruf für die Branche?
Der Rückruf zeigt einmal mehr, wie wichtig saubere Softwaretests und schnelle Reaktionsketten sind. Dass Decathlon den Fehler offen kommuniziert und ein klares Update-Angebot macht, ist positiv. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie solche sicherheitsrelevanten Fehler überhaupt in den Markt gelangen.
Für Nutzer bleibt die Erkenntnis: E-Bikes sind längst keine rein mechanischen Fahrräder mehr. Regelmäßige Updates, Rückrufchecks und ein kritischer Blick auf Herstellerinfos gehören inzwischen genauso dazu wie Reifendruck oder Kettenpflege.
Mehr Einordnung, News & Community-Talk
Solche Themen gehen oft im Alltag unter – dabei betreffen sie tausende Fahrer direkt. Genau deshalb greifen wir solche Rückrufe auf, ordnen sie ein und diskutieren sie mit der Community.
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